Museumsnacht Basel


Hallo Ihr Lieben,

Wie ich in meinem Wochenrückblick ja schon angedeutet habe, werde ich euch heute ein bisschen über die Museumsnacht erzählen. Vielleicht gibt es bei euch in der Stadt ja auch so ein Angebot und ihr wart schon mal dort? Ich finde die Idee der Museumsnacht eigentlich ganz gut, nur um die Museen genau zu inspizieren, ist sie nicht geeignet. Viel zu viele Leute an einem Ort, aber um das Museum etwas kennenzulernen, finde ich sowas richtig gut. Außerdem zahlt man bis 25 keinen Eintritt, d. h., man kommt überall umsonst rein und kann sogar mit Zug und Tram fahren. Ich geh sehr gerne in Museen, einfach um abschalten zu können und auch neues dazu zu lernen. Die Atmosphäre in Museen ist einfach von Ruhe geprägt. Jeder schaut und liest das, was ihn interessiert, ohne laut zu sein. Die Ruhe ist einfach entspannend, natürlich nur, wenn keine Familie mit kleinen Kindern da ist J

Unsere erstes Museum, welches wir besucht haben, ist ein reines Kunstmuseum. In dem Museum werden häufig neue Künstler vorgestellt und somit gibt es dort keinen festen Bestandteil. Allerdings hat uns das erste Museum überhaupt nicht zugesagt, wir sind da mehr oder weniger durchgeschlurft und haben uns die Bilder und Statuen angeschaut. Es waren auch ein paar Bilder von Picasso dabei, die in das restliche Sortiment eigentlich überhaupt nicht gepasst haben. Naja was solls, dafür habe wir zum Abschied noch eine kleine Baumwolltasche bekommen.
 
Unser zweiter Weg führte uns in das Pharmaziemuseum. Ich habe mich über Workshops und dergleichen überhaupt nicht informiert und um so mehr hat es mich gefreut, als meine Freundin mir eröffnete, das man im Pharmaziemuseum Handcreme selber herstellen kann. So staksten wir los, eine lange fahrt erwartet uns, wir mussten von einem angrenzenden Dorf, mitten in Stadt fahren, aber es ging schneller als gedacht. Von dort aus machten wir uns dann direkt zur Handcreme auf. Der Marsch war schnell hinter uns, und als wir uns dann in das Gebäude begaben, bekamen wir erstmal einen kleinen Schreck. Was 30 Minuten warten? Wollen wir das wirklich tun? Ach lass uns doch einfach mal abwarten, wir können ja dann immer noch weiter gehen. Wir sind starke Frauen und so vertrieben wir die Zeit mit Quatschen und nebenher essen, als wir dann unsere Handcreme herstellen durften, war die Prozedur nach ca. 15 Minuten auch schon wieder vorbei. Dafür sind wir ne halbe Stunde angestanden, um dann 30g Crememasse und unseren ausgewählten Duft zu vermischen und in eine Tube zu füllen? Ja sind wir, aber egal wir haben unsere Handcreme. Mission abgehakt und weiter zur nächsten Station.
 
Meine selbstgemachte Rosenhandcreme :)
 Eigentlich dachten wir, fahren wir mit dem Schiff zum nächsten Museum, aber alls wir die Schlange und die Zeit sahen, die wir noch warten müssten, entschieden wir uns den Bus zu nehmen, denn wir auch nicht auf Anhieb gefunden haben, dazu sind wir dann noch eine Station zu früh ausgestiegen. Das Papiermühlenmuseum hielt dann ein paar spannende Sachen bereit. Da ich zwar schon Papier selbst hergestellt habe und weiß, wie das geht, war das nicht sehr interessant für mich. Viel interessanter fand ich, das man aus Jeans Papier herstellen kann. Ohja eigentlich ja logisch. Jeans besteht aus Baumwolle und Baumwolle aus Cellulose, welches für Papier gebraucht wird, aber ich wäre trotzdem nie auf die Idee gekommen aus Jeans Papier zu machen, deshalb musste gleich ein Andenken mitgenommen werden. Drei Stockwerke oben drann, dann die nächste Überraschung. Was Bücher in Jeans eingebunden? Wie cool ist das denn. Und schon hat man wieder eine neue Idee für ein DIY. Einen Raum nebendran war dann ein kleiner Workshop. Marmorieren. Die Technik ist echt interessant und auch, was das Werkzeug angeht, nicht ganz einfach zu beschaffen, aber die Bilder sind einfach nur wunderschön. Dafür braucht man nicht einmal ein künstlerisches Talent, solche Bilder bekommt jeder hin. Unten sieht ihr natürlich meine Kreation. Ich als kreativer Mensch kann zu sowas einfach nicht Nein sagen. Somit haben wir in einem Museum gleich zwei Ideen gewonnen.

 
                          Das Bild oben zeigt das Jeanspapier, das Bild unten zeigt mein eigen  kreiertes Bild
 
Die vierte und letzte Station führte uns zu einem Museum, bei dem wir vorbeigelaufen sind und bei dem ich einfach nur das Wort Make-up lesen musste, um dort hin zu wollen J. Da wir sonst kein anderes Museum hatten, das man so einfach erreichen konnte, sind wir dorthin. Nach einer kurzen Stärkung traten wir unseren letzten Weg an. In dem Museum nahmen wir an einer kleinen Führung Teil, die über Make-up handelte. Da es das Museum der Kulturen war, ging die Führung über verschieden arten des Make-ups und deren Bedeutung. Wir z. B. nehmen das Make-up, um einfach unsere Augen zu betonen oder den Mund, bei uns hat das Make-up eigentlich keine Bedeutung, wir benutzen es einfach, um uns schöner zu fühlen. In anderen Kulturen benutzen sie Make-up, um eine Maske zu bilden, wie z.B bei der Geisha. Die Ausstellung hat viele interessante Inhalte gehabt und mir ein bisschen mehr Einblick in die verschiedenen Kulturen gegeben.

Mit dem letzten Museum beende ich auch meinen Beitrag. Ich hoffe, ich konnte euch etwas auf den Geschmack von Museumsnächten bringen. Natürlich kann jeder für sich entscheiden, ob er sich so eine Nacht antun will. Aber bei so einer Nacht werden auch viele Ausstellungen geboten, die normalerweise nicht in den Museen ausgestellt sind. Ich wird aufjedenfall wieder auf eine Museumsnacht gehen ob in Basel oder anderen Stadt wird sich ja dann noch zeigen.


Somit verabschiede ich mich und wünsch euch noch einen schönen Mittwoch.


eure Jenny :*