Lesezeit #5


Hallo Ihr Lieben,

Heute schiebe ich mal einen Post dazwischen, da ich eine Woche nicht da war, hat sich einiges angestaut, was ich jetzt abarbeiten werde. Zum einen kommt heute die Lesezeit vom Januar. Ich habe mir fest vorgenommen, im Januar vier Bücher zu lesen, aber Mitte des Monats kam wieder so ein „Tief“ und ich hatte keine richtige Lust zu lesen, egal, wie spannend das Buch war. Außerdem habe ich noch eine Menge Hefter, die ich abarbeiten muss (auch noch vom letzten Jahr *schäm*), trotzdem bin ich dem Schema treu geblieben und habe drei Bücher geschafft.

 
„Flavia de Luce- Mord im Gurkenbeet“ von Alan Bradley

Mit diesem Buch habe ich das neue Jahr begonnen. Es lag schon mindestens 2 Jahre in meinem Bücherregal. Weshalb es da so lange Staub gesammelt hat? Naja ich hebe mir die „guten“ Bücher immer sehr lange auf J. Irgendwann, wenn ich kein Buch im Schrank habe, was ich davor lesen möchte, kommen diese dann in den Einsatz und dieses Mal hat es mich so angelächelt. Normalerweise hatte ich mit den Spiegel Bestseller nie gute Erfahrung gemacht aber bei diesem Buch bzw. der Geschichte ist es anders.

Manchmal kommt sie etwas unglaubwürdig rüber, welches 10 jährige Mädchen kann schon so gut lesen, dass es die Dicken chemischen Wälzer versteht? Trotzdem hat die Geschichte etwas magisch Anziehendes, was vielleicht daran liegt, dass ich mich sehr für Chemie interessiere und in diesem Buch sehr viele chemische Verbindungen genannt werden, die ich bis dahin auch noch nicht kannte. Das Buch ist spannend bis zum Schluss, man weiß vielleicht erst ab den letzten 50 Seiten, wer der Mörder ist und das finde ich, macht ein gutes Buch aus. Wenn ich schon von Anfang an weiß, wer der Mörder ist, wird das Buch für mich langweilig. Natürlich wird in dem Buch auch viel drum herum geschrieben aber das mit Witz und Charme. Im Prinzip kann man diese Geschichte nicht ernst lesen, denn dann würde Flavia kein schönes Leben haben. Von ihren Geschwistern gemobbt, von ihrem Vater unbeachtet, aber wer kam schon Mal auf die Idee, einen Lippenstift der Schwester mit Gift zu mischen? Solche Kleinigkeiten, die einem Spaß am Lesen geben, liebe ich.

Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert, und da das neue Jahr angebrochen ist, werde ich jetzt auch immer Sterne bzw. Punkte vergeben.

Dieses Buch hat auf jeden Fall 5 Punkte von 5 verdient, da es gut geschrieben wurde und nicht ganz ernst gehalten ist, passt die Abwechslung perfekt.

 
„Traumfänger“ von Marlon Morgan

Das zweite Buch, das ich gelesen habe, beschäftigt sich mit den Aborigines. Marlon ist durch die Arbeit nach Australien ausgewandert und dort dann auch, durch die Arbeit mit den Aborigines in Berührung gekommen. Sie geht mit ihnen auf eine Wanderung, was die Aborigines ihr zuliebe machen, denn diese haben ihren „Hilfe ruf“ gehört du sie auf die Wanderung mitgenommen, dabei schildert sie ihre Eindrücke und Beobachtungen. Wenn man das Buch liest, macht man sich selbst auch Gedanken über unser Verhalten. Aborigines hören auf ihr Herz und auf den Verstand. Sie Handeln nach dem Herzen, so töten sie nicht einfach ein Tier, welches Ihren Weg kreuzt, sondern sie töten das Tier, welches krank ist oder ihnen vermittelt, „ich bin bereit zu sterben, die anderen brauchen mich nicht mehr“. Dieses Buch vermittelt viele Eindrücke, die wir so gar nicht verstehen können oder verstehen. Keiner von uns könnte Tage, Wochen oder Monate ohne Wasser und Essen auskommen. Wir rennen gleich zum Arzt, sobald wir krank sind. Die Aborigines können das nicht, sie haben nur dann Essen, wenn es Gott bzw. die höhere Macht ihnen gewährt, sie können auch nur dann wieder gesund werden, wenn die höhere macht ihnen hilft zu heilen. Es gibt vieles, was wir nicht verstehen und alle, die sich auf eine Reise einlassen wollen, die das Leben andere Völker zeigt, für die ist das Buch genau richtig. Man kann dieses Buch mit keinem Krimibuch oder einer anderen erfundenen Geschichte gleichstellen, da das nicht so ist. Dieses Buch zeigt das wahre Leben, was wohl auch nicht mehr ganz so aktuell, aber trotzdem sehr spannend ist.

Dieses Buch bekommt 4 von 5 Punkten, da es gut geschrieben wurde und auch die Einblicke in das Leben der Aborigines gewährt ist.
 

„Flavia de Luce- Mord ist kein Kinderspiel“- Alan Bradley.

Der zweite Teil der de Luce Reihe kam an dritter Stelle im Monat Januar. Auch diese Geschichte ist wieder bis zum Schluss sehr spannend. Das Einzige, was es hier zu bemängeln gibt, ist, dass es erst an Mitte des Buches ein Mord gibt, davor lernt man erstmal 200 seitenlang das Kindertheater und die Leute kennen. Ab dem Mord stürzt sich Flavia, ohne Genehmigung der Polizei in die Mordermittlungen und löst den Fall dann natürlich auch wieder auf. Ich bin immer verwundert, wie man ein Buch so undurchschaubar schreiben kann, bis zum Schluss hat man hier noch nicht die Verzweigungen bzw. das Mordmotiv geknackt. Natürlich ist es wieder, wie schon der erste Teil mit viel Witz geschrieben. Diese Reihe könnte man super verfilmen.

Das Buch hat 4 von 5 Punkten verdient, da es bis zum Mord schon sehr lange dauert, man wartet immer darauf, dass endlich mal ein Toter aufgefunden wird, aber es passiert nichts. Sonst ist es wie der erste Teil super geschrieben.


Das wars dann auch schon mit der Lesezeit. Ob ich es schaffe im Februar 4 Bücher zu lesen, wage ich zu bezweifeln, denn der Schmöker, denn ich jetzt gerade lese ist nicht gerade dünn und die Zeit läßt auch zu wünschen übrig.


Bis dahin wünsche ich euch noch eine schöne Woche.


eure Jenny :*