Basler Fasnacht


Hallo Ihr Lieben,

Fasnacht ist vorbei und der Alltag ist wieder eingetreten. Wir können gleich drei Mal Fasnacht feiern. Die reguläre Fasnacht ist bei uns meist am Wochenende vor dem Rosenmontag. Die Bauernfasnacht, die beginnt eine Woche später und die Schweizer Fasnacht in Basel. Heute will ich euch ein paar Eindrücke zu der Schweizer Fasnacht liefern, da diese doch ganz anders ist, als unsere.

Die Schweizer Fasnacht geht insgesamt drei Tage. Sie beginnt am Montag früh um 4 Uhr morgens mit dem sogenannten „Morgenstraich“. Diesen muss man mal erlebt haben, da dann die ganze Stadt im Dunkeln liegt und nur die Musikcliquen mit ihren Piccolos und Trommeln zu hören sind. Auf ihre Larven (Masken) haben sie kleine Kopflaternen montiert. Nebenher werden hell erleuchtete Laternen durch die Straßen getragen, die ein Thema haben. Dieser Morgenstraich hat eigentlich keine Ordnung, die Gruppen laufen kreuz und quer. So kommt es schon mal vor, dass eine Gruppe hochläuft und die andere nebenan runter.

Am Montagmittag geht es dann weiter mit einem normalen Umzug oder dem sogenannte Cortèges. Hierbei laufen die Guggenmusiken und Waggis (eine Häss Art) durch die halbe Stadt, aber nicht in einem Zug, sondern zwei Züge nebeneinander. Ein Zug läuft die Straße hoch, einer die Straße runter. Die Waggis verteilen dabei Orangen, Süßes, Konfetti, Blumen (Mimosen, Rosen) und jegliche andere Sachen, wie Karotten, Plüschtiere usw. Dabei sollte man eine Plakette haben. Je nach Plakettenart bekommt man mehr oder weniger. Meist muss man an den Wagen ran gehen, um eine Blume zu bekommen, dabei versucht dann die Person, die die Blume in der Hand hat, dich vollzuquatschen, damit sein Nachbar einem schön viel Konfetti anschmeißen kann. Am Montag waren an dem Platz, bei dem wir standen sehr viele Guggenmusiken und weniger Wägen mit Waggis, was für uns weniger Süßes bedeutet hat. Die Musik hört sich eigentlich bei jeder Clique gleich an. Piccolos und Trommeln regieren dabei die Melodien, was mit der Zeit auch echt nerven kann, denn die Piccolos sind ganz schön piepsig.
Hier sieht man eine Laterne vom Morgenstraich
der hintere Zug läuft in die andere Richtung. Zwei Züge auf einmal.
Am Dienstag ist Kinderumzug. Dabei müssen die Kinder an die Wägen gehen und um Süßes bitten, was ich sehr doof finde, denn kleine schüchterne Kinder, werden dabei gerne übersehen. Naja der Kinderumzug ist nicht so mein Ding. Da war ich ein Mal als Kind und dann nicht mehr. Am Abend finden dann Guggenkonzerte statt.
 
Hier die sogenannten Waggis
 
Am Mittwoch werden nochmal alle Themen vom Morgenstraich präsentiert und dann gibt es noch ein Endstraich, der bis 4 Uhr morgens geht. Somit hat sich der Kreis dann geschlossen und das normale Leben beginnt wieder. Da ich mittwochs noch nie in Basel war, kann ich auch nicht weiter davon erzählen. Zum Schluss gibt es aber noch ein paar Bilder von dem Umzug am Montag.

Auf diesem Wagen sieht man alles, was sie so verteilen.
 

 
Ich wünsch euch einen schönen Donnerstagabend und einen guten Start ins Wochenende.
 

eure Jenny :*