Lesezeit- Oktober

Hallo Ihr Lieben,

Ich kann euch wieder einmal zwei Bücher vorstellen, die ich im Oktober gelesen habe. Leider habe ich in letzter Zeit nicht so viel Lust zum Lesen und bin froh euch überhaupt mal wieder zwei Bücher vorstellen zu können.

Das erste Buch, was ich gelesen habe, heißt „Märchenmord“ von Krystyna Kuhn.


Es ist ein Kinderroman und handelt von Gina, die mit ihrer Mutter nach Paris zieht, da diese dort eine Arbeitsstelle bekommen hat. Während Gina alleine zu Hause ist, beobachtet sie, im Haus gegenüber einen Mord. Doch die Leiche ist kurz darauf auf mysteriöse Weise verschwunden und niemand glaubt ihr. Daraufhin versucht sie auf eigene Faust Beweise zu finden.

Diese Geschichte war mal eine gute Abwechslung zu den Büchern, die ich sonst immer lese. Es war einfach geschrieben und die 190 Seiten waren schnell gelesen. Mir fällt immer wieder auf, wie wenig Spannung ein Jugendbuch doch hat, aber das gefällt den Jugendlichen wohl. Ich brauche Bücher mit Spannung und die hatte dieses Buch nicht. Trotzdem war die Handlung gängig und nicht irgendwie überdreht. Für Jugendliche ist das Buch alle mal geeignet und auch für Erwachsene, die mal etwas Abwechslung brauchen. Aber ein Lieblingsbuch kann es alle mal bei mir nicht werden, trotzdem hat das Buch 4 von 5 Sterne verdient, da es einfach gut geschrieben ist.

Das zweite Buch welches ich gelesen habe war „ Flüsterkind- Dein Mann hat mich missbraucht. Ein Brief an meine Mutter“ von Mona Michaelsen.


Dieses Buch ist nach einer wahren Geschichte. Wie schon im Titel steht, schreibt Mona ihrer Mutter einen Brief und schildert in dem all die Misshandlungen von ihrem Stiefvater, das schreckliche Leben, welches sie geführt hat, und führt ihrer Mutter immer wieder vor Augen, dass sie weggeschaut hat. Monas leben war alles andere als einfach. Schon früh musste sie auf ihre Geschwister aufpassen, die Wohnung putzen und vor ihrem Steifvater Angst haben. Ein leben im Armenhaus und dem Zorn der Eltern ausgesetzt, versucht Mona ein paar Mal zu entkommen, aber immer mit Misserfolg. Sie bekommt keine Liebe zu spüren nimmt aber zum Schluss ihr Leben in die Hand.

Dieses Buch ist erfüllt von einer kämpferischen Stärke, die ich niemals hätte aufbringen können. Mona erzählt in diesem Buch wirklich alles von ihrem Leben. Wie sie in einer Kammer eingesperrt wurden und wie sie sich um ihre Geschwister kümmern musste, wie die eigene Mutter ihr ins Gesicht sagte „Ich habe dich gar nicht vermisst“- „Ich hätte dich abtreiben lassen sollen“- „Du dummes Kind“ usw. Eine Familie, wie sie schlimmer nicht sein kann. Bei dem Versuch ihrer Mutter von dem Missbrauch zu erzählen, wird sie nur beschuldigt zu lügen und verprügelt. Mona hat ein Leben gelebt, welches man keinem Kind wünscht. Ein Leben in schrecken.
Man fragt sich, wie kann es sein, dass alle einfach nur wegschauen und obwohl man ihre Mutter nicht kennt, fragt man sich, wie kann die eigene Mutter ihr Kind so verleugnen?
Die Kraft zu finden, so etwas nochmals durchzukauen und aufzuschreiben, das finde ich schon bemerkenswert.
Dieses Buch hat 5 von 5 Sternen verdient und gehört somit zu den ersten Spiegel Bestseller, den ich auch wirklich gut fand. Auch wenn die Spannung gefehlt hat, was bei einer wahren Geschichte richtig schwer ist hinzubekommen, so hat mich das Buch richtig gepackt und ergriffen. Noch heute denk ich darüber nach, was für ein schönes Leben ich doch habe.
Ich kann das Buch nur empfehlen, denn man merkt, dass selbst unser feines Deutschland nicht so fein ist und welches Leid auch hier herrschen kann.


So das waren dann die zwei Bücher, die ich im Oktober lesen konnte. Der November dagegen wird wohl wieder Bucharm sein, denn ich habe bis jetzt nur ein Buch angefangen. Ich werde mich aber wieder ranhalten und hoffentlich schon bald mehr Bücher vorstellen können.


Bis dahin wünsch ich euch noch eine angenehme Woche.



Eure Jenny:*