Wochenrückblick Kw 04

Hallo Ihr Lieben,

Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht,
nennt sie sich Pech.
Charles de Talleyrand

Alle kennen es. Einmal Pech, immer Pech.
Ich habe die Ansicht, dass ich mein Pech niemals wieder los werde. Die ganzen unbeantworteten Kettenbriefe sind wohl doch für mein andauerndes Pech verantwortlich. Ist ja nicht so, dass ich nur ab und zu Pech habe. Nein, ich weiß schon im Voraus, dass ich da und da Pech haben werde. Wenn es im Labor darum geht, irgendeine Apparatur aufzubauen, dann weiß ich schon vorher, dass ich diejenige sein werde, die eine defekte oder kaputte Apparatur abbekommen wird. Wenn ich irgendwo was kaufen möchte, spür ich schon, dass ich das nicht mehr bekommen werde oder auch wenn ich mich mit Freunden treffen möchte, dann weiß ich einen Tag vorher schon, dass mir die Person absagen wird.

Natürlich habe ich nicht jeden Tag Pech, aber es kam schon vor, dass sich das über eine Woche gestreut hat. Da hatte ich so gut wie jeden Tag eine Verabredung und jede Verabredung hat mir abgesagt. Entweder es kam etwas dazwischen oder sie wurden krank. In dieser Woche hat mich das Pech echt verfolgt. Was macht man da denn dann am besten? Ich verlier dann meist den Mut und habe keine Lust mehr auf Leute.

Das Pech hat mich bis gestern in ruhe gelassen. Da habe ich mich so gefreut. Endlich Fasnacht und Party und Umzüge. Gestern war in einem kleinen Ort, nicht weit weg von mir ein Nachtumzug und danach wollten wir dann in die Halle zum feiern. Ich hab mich da schon so drauf gefreut und habe alle Internetecken abgeklappert, um ja nicht irgendwo etwas zu übersehen, sei es nur mit Verkleidung in die Halle oder die Preise. Naja ich habe keinerlei Informationen gefunden und deshalb ging ich davon aus, dass man auch einfach so in die Halle kommt. Als wir dann nach dem Umzug direkt zur Halle sind, hieß es plötzlich man kommt „nur mit Verkleidung“ rein und keine fünf Minuten später hieß es „nur noch mit Häs.“. Tja da hat mich das Pech dann wohl wieder eingeholt und ich und meine Freundin waren nicht gerade erfreut darüber. Natürlich hätten wir zurückfahren können, uns schnell etwas überwerfen können und dann wieder zurück fahren können. Aber wer hätte uns versichert, dass wir dann rein gekommen wären? So musste ich mich wohl meinem Pech hingeben und nach Hause abziehen. Geärgert hat mich das doch etwas aber positiv gesehen, habe ich dadurch auch mein Geld gespartJ.

Wollen dich die Pechsträhnen nicht verlassen,
dann dreh den Spieß um
und verlass selbst die Pechsträhnen.
Christa Schyboll


Mit diesem Spruch im Hinterkopf werde ich mich jetzt dem Sonntagabend widmen und meiner Pechsträhne entgegenstellen.
Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche.



Eure Jenny:*