Lesezeit-Oktober

Hallo Ihr Lieben,

Heute gibt es mal wieder meine gelesenen Bücher. Es sind leider auch wieder nur zwei geworden. Aber das ist besser, wie gar nichts.

„Aschenblüte“ von Immaculée Ilibagiza

 








Erscheinungsjahr: 2006
Seiten: 273
Verlag: Weltbild








In diesem Buch schreibt Immaculée, wie sie den Ruanda-Völkermord von 1994 überlebt hat. Während der Morde, war sie mit 6 weiteren Frauen in einer kleinen Toilette eingesperrt und hoffte darauf, dass sie die Hutukrieger nicht finden werden. Damals bildeten der Hutu-Stamm die Mehrheit der Bevölkerung in Ruanda. Die Tutsi und Twas waren dort nicht sehr beliebt, was dann auch zum Völkermord geführt hat und über eine Millionen Tutsi sind bei diesen Morden ums Leben gekommen. Auch Immaculée hat bis auf einen Bruder ihre gesamte Familie verloren und das auf die grausamste Weiße, wie man Menschen das Leben rauben kann. In ihrem Buch erzählt sie, wie sie die Morde erlebt hat und was ihr die Kraft gegeben hat, nie daran zu glauben, zu sterben.

Bevor ich das Buch angefangen habe, wusste ich nicht, dass es bei uns auf der Welt mal einen so grausamen Völkermord gab. Was ich in diesem Buch gelesen habe, hat mich mitgenommen und erschreckt. Gleichzeitig hat es mich traurig gemacht, zu erfahren, dass niemand dagegen gegangen ist. Es wurden so viele unschuldige Menschen getötet. Die Hutus haben die Häuser der Tutsi niedergebrannt, haben andere Häuser nach Tutsi durchsucht und haben jeden Tutsi und geduldeten Hutu getötet, der ihnen in den Weg kam. So eine grausame Gier nach tot kann ich gar nicht wirklich nachvollziehen. Dieses Buch hat mir gezeigt, wie es ist an Gott zu zweifeln, aber auch gleichzeitig die Hoffnung nicht zu verlieren und trotz allem weiter zu beten. Das Immaculée überlebt hat ist schon fast ein kleines Wunder, welches sie auf ihre Gebete bezieht. Sie hat in diesen Monaten, in denen sie in der Toilette war viel gebetet und dadurch letztendlich überlebt. Auch wenn dieses Buch die Schattenseiten dieser Welt zeigt und einen sehr berührt, so finde ich, dass dieses Buch sehr gut geschrieben ist (für eine wahre Geschichte). Es gab nie einen Augenblick, an dem ich das Buch langweilig fand. Auf eine Art, die ich nicht beschreiben kann, hat mich das Buch sogar gefesselt.
Dieses Buch hat 5 von 5 Sterne verdient. Es ist gut geschrieben, sie schweift nicht vom Thema ab, manchmal wiederholen sich die Szenen, da hätte man die Monate in der Toilette etwas kürzen können. Aber das ist nicht so tragisch. Ich fand die Geschichte sehr ergreifend und gut, sie regt zum Nachdenken an und man möchte am liebsten in die Zeit zurück, um den Leuten klar zu machen, dass sie doch etwas unternehmen sollen.
Ich kann dieses Buch sehr gut empfehlen, allerdings sollte jeder selber für sich entscheiden, wie viel Massaker er erträgt, sie schreibt über das, was man ihr später erzählt hat und da sind sehr unschöne Szenen enthalten. Für sehr zarte Gemüter ist dieses Buch nichts, aber allen anderen kann ich nur Raten, dieses Buch mal anzuschauen.

„Der fremde Gast“- Charlotte Link









Erscheinungsjahr: 2005
Seiten: 480
Verlag: Goldmann










Rebecca steht kurz vor ihrem Ableben, als plötzlich ein ungebetener Freund ihr zwei Gäste nach Frankreich bringt. Inga und Marius, nach einer Segeltour ist Marius spurlos verschwunden. Zur gleichen Zeit wird in Deutschland ein Ehepaar tot aufgefunden. Die Suche beginnt, aber erfolglos, bis die Spur auf Marius fällt, der das alte Ehepaar gekannt hat. Als Marius dann plötzlich wieder auftaucht, spricht nichts dagegen, dass er vollkommen verrückt ist. Er hält Rebecca und Inga fest, bis ihm ein Strich durch die Rechnung gemacht wird.

Ich bin mir nicht ganz sicher, wo ich das Buch einordnen soll. Meiner Meinung nach, was das Buch mittelmäßig. Viel zu viele Personen, ein Totales wirr war am Anfang, man kann nicht wirklich einordnen, weshalb so viele Personen plötzlich in dem Buch vorkommen und auch deren Geschichte erzählt wird. Durch die vielen Personen, die eigentlich keinen weiteren Sinn hatten, wurde man zwar in die Irre geführt, was wiederrum ganz gut ist. So hat man wirklich bis fast zum Schluss nicht gemerkt, was wirklich los ist und wer das Ehepaar wirklich umgebracht hat, aber für diese Verwirrung hätten zwei Personen von 7/8 gereicht. Dadurch hat sich das Ganze so elend lange gezogen. Es war immer das Gleiche. Es wurde immer im Dunkeln rumgetappt, bis zum Schluss. Der Schluss war auch nicht wirklich das Wahre, so abrupt, ohne eine wirkliche Erklärung, weshalb manche Personen jetzt in dem Buch vorkamen. Ich habe wirklich den halben Monat an dem Buch gelesen, weil es einfach nicht wirklich voranging. Das einzig Gute war aber, dass nicht so viele Details erwähnt wurde, es blieb immer sachlich und die Details wurden ausgelassen. Trotzdem gebe ich dem Buch nur 2 von 5 Punkten, weil es mich einfach nicht wirklich gepackt hat und viel zu viel Drum rum geschrieben wurde. Für mich waren erst die letzten 100 Seiten relevant, dafür kam es mir so vor, dass die Autorin einfach irgendwie die Seiten vollbekommen möchte, also schreibt sie einfach mal irgendwas drum herum und bezieht zig Personen mit ein. Es wird nicht ganz klar, was sie erzählen will. Schade, denn Ansich ist die Idee der Geschichte ganz gut, aber leider etwas zu langezogen. Dieses Buch kann ich nur den Leuten empfehlen, die gerne über 400 Seiten zum Einschlafen lesen.

Zwei Bücher und damit zwei Punkte weniger bei Bücherbingo, die ich abkreuzen kann.


·        „Der fremde Gast“: Steht für den Punkt „ein Buch mit rotem Cover“
·        „Aschenblüte“: Steht für den Punkt „ein Cover mit einer Frau“


Das waren dann auch schon die gelesenen Bücher. Mal schauen, ob ich im November ein Buch mehr schaffe. Ich wär Stolz auf mich, wenn ich endlich mal wieder drei Bücher durch bekommen würde.

Mich würde noch interessieren, ob ihr eines der Bücher kennt oder welches der Bücher ihr lesen würdet?

Ich wünsch euch noch einen schönen Donnerstagabend.

Eure Jenny:*