Zweifel



Hallo Ihr Lieben,

als ich meinen Laptop aufgeräumt habe, ist mir ein Gedicht in die Hände gefallen, welches ich schon vor einer Ewigkeit verfasst habe. Damals gab es Zeiten, die nicht so einfach für mich waren. Ein guter Freund wollte, dass ich mir Gegenüber nicht mehr so negativ eingestellt bin und wir haben einen Deal gemacht und aus diesem Deal ist dann dieses Gedicht hervorgegangen.

Ich möchte es hier veröffentlichen, um euch zu ermuntern.
Hier jeden Einzelnen, der manchmal an sich und seinem Aussehen zweifelt, nicht aufzugeben. Jeder ist auf seine einzigartige Weiße schön.
Und ja auch ich zweifle ab und zu immer noch. Meist dann, wenn mal wieder nichts so läuft, wie es sollte, aber dann denke ich an all die anderen Leute, denen es noch schlechter als mir geht und ich weiß, dass es irgendwo einen Lichtblick gibt.

Zweifel stecken in ihr,
Zweifel stecken in mir.
Sie ist nur eine Puppe,
meiner selbst.
Ihr Leben verläuft nicht rund,
es ist auch nicht besonders bunt.
Viel zu vieles läuft hier schief.

Viele sagen ihr,
sie sei hübsch.
Doch zweifelt sie daran,
und weiß nicht,
was sie glauben kann.
Jeden Morgen ein Blick,
in den Spiegel.
Das braune lockige Haar,
die grünen Augen.
Wieso stehen nur die Leute da,
und staunen?

Sie versteht nicht,
Was hier vor sich geht.
Wieso sie,
immerzu vor dem Spiegel steht.
Sie ist zufrieden mit ihrem Körper,
doch versteht sie nicht.

Wieso zweifelt sie?
Sie hat keinen Grund dazu, (meinen andere)
Doch kann sie das Ganze nicht vereinen,
Wieso sollte sie dann ihre Person,
nicht auch verneinen?
Zu oft enttäuscht, verletzt und belügt,
Das ist das,
was ihre Sinne betrübt.

Sie weiß,
sie muss sich ändern.
Stück für Stück,
in ihre alte Person zurück.
Zu sich finden.
Tief in ihrem Inneren graben,
um wieder Freude zu haben.
um in den Spiegel zu schauen
und zu sagen:
"Ja, ich bin hübsch!"
© J. R.


Es ist zwar ein einfaches Gedicht, aber zu diesem Zeitpunkt war es gut für mich. Mir hat es geholfen, denn ich musste mich hinsetzten und darüber nachdenken. Ich führe um meine Last runterzubekommen auch ein Tagebuch, generell bin ich wohl ein altmodischer Mensch, aber es hilft wirklich. Manchmal befreit so etwas mehr, als irgendwelche Gespräche mit anderen. Deshalb versucht das nächste Mal einfach euren Gedanken freien Lauf zu lassen und alles nieder zu schreiben, was euch so in den Kopf kommt, egal ob es einen Zusammenhang gibt oder nicht. Danach wird es euch besser gehen.

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig ermuntern. Lasst euch von euren Gedanken nicht erdrücken.

Ich wünsch euch noch einen schönen Mittwochabend. Natürlich könnt ihr mir auch gerne ein Kommentar da lassen, was ihr von dem Gedicht haltet.


Eure Jenny:*