Abschlussseminar am Gardasee



 Hallo Ihr Lieben,

Heute möchte ich euch meine Eindrücke vom Abschlussseminar zeigen.
Das Ganze hat mit der Fahrt im Bus am Montag begonnen. Die Hinfahrt hat sich sehr lange gestreckt. Nach dem Gotthard hat es dann plötzlich einen Wetterumschwung gegeben und geregnet. Als wir dann nach ca. 8 Stunden fahrt am Hotel ankamen, was nicht direkt am Wasser lag, sondern mit dem Bus 20 Minuten entfernt, auf dem Berg, gab es erst einmal Abendessen. Danach durften wir unsere Zimmer beziehen und dann gab es ein Treffen mit allen FSJlern, die mit uns hochgefahren sind und den Teamern. Da wurden dann die Programmpunkte besprochen, bei denen wir uns eintragen durften. Danach durften wir dann machen, was wir wollten. Da es an dem Tag richtig stürmte, konnte man nicht draußen sitzen und so gingen wir recht früh in unser Zimmer, welches wir leider an dem Abend noch wechseln mussten, denn bei uns hatte es ziemlich reingeregnet. Nach dem Zimmerwechsel gingen wir dann auch bald schlafen.


Am Dienstag konnten wir dann ausschlafen, denn wir trafen uns erst um 10 Uhr für die Praxisreflektion, bei der sollten wir uns immer zu Fragen auf einer Skala einordnen. Nach der Praxisreflektion ging ein Teil der Truppe mit den anderen FSJlern in die kleine Stadt Lazise. Es war richtig schön dort. Wir hatten Glück mit dem Wetter, den es fing, erst richtig an mit regnen, als wir auf dem Weg zurück waren.



Am Mittwoch stand dann der Besuch des DRK Museums in Castiglione an und die Besichtigung des Schlachtfeldes in Solferino. Das Museum war sehr interessant. Das Schlimmste an dem ganzen Krieg finde ich das Einbeziehen der Kinder durch Bomben, die mit Kuscheltieren bestückt sind. So rennen die Kinder zu den Bomben und müssen dann von klein auf mit einer Behinderung aufwachsen. Im Anschluss konnte man noch zu einer Weinprobe gehen, bei der ich aber nicht dabei war. Somit konnte ich dann den restlichen Nachmittag bei uns im Hotel im Pool verbringen.


Am Donnerstag gab es zweierlei Städtebesichtigungen einmal Verona und einmal Venedig. Da ich noch nie in Venedig war, habe ich mich dafür entschieden. Die Stadt ist schon sehr beeindruckend und auch sehr verwirrend. Durch die vielen Gässchen und einem schlechten Stadtplan kann man sich sehr leicht verlaufen, aber es ist zum Glück alles gut gegangen und wir haben rechtzeitig wieder zum Treffpunkt gefunden. Das Gedränge in Venedig war sehr groß, was es schwierig macht, die Stadt richtig auf einen wirken zu lassen. Ich will auf jeden Fall nochmal irgendwann in die Stadt der vielen Flüsse gehen.


Am Freitag gab es wieder viele verschiedene Veranstaltungen. Während die einen sich im Aquapark vergnügten, schlenderten die anderen über den großen Markt in Garda. Der Markt hatte richtig schöne Sachen und war sehr schön groß. Danach konnte man entweder Kanu fahren oder aber am Stand chillen. Ich habe mich gegen das Kanufahren entschieden und lag lieber am Strand in der Sonne.


Der Samstag begann wieder mit einem Besuch auf dem Markt in der Stadt Malcesine. Der Markt war jetzt nicht sehr schön und auch nicht groß aber die Stadt war ein Traum. Die vielen kleinen Gässchen und dann direkt am Berg, das war wirklich beeindruckend. Auch das Wetter hat mitgespielt und die Sonne hat mal durch die Wolken geblinzelt. 


Am Mittag war dann Abschlussreflektion angesagt, bei der sollte jeder oder jede sich mit den Sachen aus der Natur ein Bild überlegen, welches den Weg vom FSJ beschreibt. Es war richtig interessant, die anderen Bilder zu sehen und die Geschichten zu hören. Mein Bild war im Gegensatz zu den anderen richtig langweilig. Ich hatte da irgendwie eine kreative Blockade. Bei den Bildern sind auch Leute aufgeblüht, von denen man nicht gedacht hatte, dass sie so aus sich raus kommen. Letztendlich haben aber alle einen gleichen Punkt, sie haben viel gelernt und können einige Sachen auch mit nach Hause nehmen. Ich habe z.B durch das FSJ gelernt, dass mir der Beruf mit Kindern liegt und ich mich auf jeden Fall weiterhin mit Kindern sozial befassen möchte. Wie ich das anstellen werde, das kann ich noch nicht sagen, aber das ich mich in Form von Freiwilligendienst in so einem Bereich einsetzten möchte, das weiß ich.
Am Abend wurden dann Bilder angeschaut und unsere Bücher verteilt. Jeder hat ein Buch bekommen, bei dem die anderen etwas reingeschrieben haben. Nach der Ausgabe der Bescheinigungen war dann offenes Programm und wir konnten machen, was wir wollten. Dann hat sich alles irgendwie zerlaufen. Die einen standen draußen und hörten Musik. Die anderen waren drinnen und quatschten oder spielten ein Spiel, von gemeinsamen Abend ausklingen lassen konnte man da kaum sprechen. Trotzdem war der Abend schön und um 2 lag ich dann aber auch im Bett, denn am Morgen musste ich schon um 5 wieder aufstehen, damit wir um 7 losfahren konnten. Die Fahrt nach Hause war dann etwas unbequem und unangenehm, denn ich hatte mir irgendwie am letzten Tag noch etwas eingefangen und hatte Halsschmerzen, das machte die Fahrt nicht gerade schön dazu kam der ganze Regen die fahrt über. Ich war froh, als ich nach der anstrengenden und kräftezerrenden Busfahrt endlich zu Hause ankam und mich dann erst einmal entspannen konnte.


Alles in allem war das Seminar sehr schön. Ich habe viel gesehen und erlebt, trotzdem ist es schade, das man jetzt keinen mehr sehen wird, denn alle gehen jetzt andere Wege.


Somit verabschiede ich mich in den Urlaub.


Eure Jenny :*