Wochenrückblick KW 47- Der Plan des Lebens


Hallo Ihr Lieben,

Ist es nicht normal, sein Leben zu planen? Irgendwelche Träume zu haben und alles zu tun, damit der Plan umgesetzt werden kann? Aber was macht man, wenn der Plan nicht ganz funktionieren möchte?

Schon im Kindesalter fängt man damit an, zu träumen und sein Leben zu planen. So möchte man, wenn man groß ist, vielleicht Tierärztin oder Sängerin werden. Träume, die einem als Kind noch realistisch vorkommen. Wieso sollte ich später nicht das werden, was ich werden möchte? Irgendwann mit der Pubertät beginnt man dann sein Leben anders zu planen, dann kommen Freund, Familie und Kinder dazu. Meist hat sich in der Zeit auch noch der Arbeitswunsch geändert. Man wird realistischer und sieht, dass es zu der Tierärztin nicht reicht, also sucht man sich eine Alternative. Hat man diesen Punkt im Leben erreicht, wird der Nächste in angriff genommen. Aber was wird daraus, wenn man die zeitliche Planung überschreitet? Wenn einem das Leben Steine in den Weg legt?

Ich wollte mit meinen 22 Jahren schon längst ausgelernt haben, eigentlich nie Abitur machen und vielleicht schon in einer eigenen Wohnung leben. Ich sehe immer andere Leute meinen Traum leben, aber bei mir wollte das nie klappen. Nach der Realschule habe ich mich fleißig um eine Ausbildung bemüht, aber niemand wollte mich einstellen. „Ok mit 17 ist man noch jung, dann geh ich auf das Gymnasium und mach mein Abitur. Nach dem Abitur wird das schon mit der Ausbildungsstelle klappen. „Das Abitur kam immer näher und näher und eine Ausbildungsstelle für das nächste Jahr hatte ich auch nicht in der Tasche. Allmählich wurde mein Jungendplan vom Leben immer wackliger. Ich wollte nicht als Oma erst eine Ausbildung beginnen. Ich wollte nicht noch ein Jahr warten. Ich wollte meinen Plan beibehalten und ihn nicht aufgeben müssen. „War es vielleicht doch die falsche Entscheidung mit der Ausbildung? Sollte ich vielleicht doch lieber etwas anderes tun? Aber was? “Seit der Realschule träume ich von dieser Ausbildung, da will ich die nicht einfach durch ein Studium ersetzen. Also machst du ein Jahr was anderes und dann bewirbst du dich nochmal, auch wenn du eigentlich keine Lust mehr auf die ganzen Einstellungstests und so hast. Klapp es diesmal nicht, gehst du halt studieren.

Mein Plan ist ziemlich aus dem Ruder gelaufen. Ich hatte mir das immer so einfach vorgestellt aber Gott wollte wohl nicht, dass ich so lebe, wie es mein Plan vorgesehen hat. Aber wieso will er das nicht? Wieso muss ich einen Umweg nach dem anderen machen? Was mach ich nur immer falsch?

Mein Lebensplan habe ich schon längst aufgegeben, weil er nie so verlaufen wird, wie ich mir das vorgestellt habe. Ob so ein Lebensplan jemals so funktionieren mag, wie man sich das vorstellt, wage ich zu bezweifeln, denn es wird immer etwas dazwischen kommen, was alles wieder durcheinander wirft. Bei mir war es zwar nur die zeitliche Gliederung, aber selbst da kann ein Jahr viel ausmachen. Ein Jahr länger auf die Ausbildung warten, vielleicht das anschließend geplante Studium nicht mehr durchführen zu können, da man ja dann auch bald Kinder möchte oder einfach nicht mehr lernen möchte. So muss man dann lernen seinen Plan einfach immer anzupassen oder aber man lässt die Planung und wird später nicht enttäuscht.


„Leben ist das was passiert, während du beschäftigt bist, andere Pläne zu machen.“ John Lennon

Naturbild :)

In diesem Sinne verabschiede ich mich in eine neue Woche und wünsch euch noch einen wunderschönen Sonntagabend.
   


Eure Jenny:*